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Discovery-Phase: Der sichere Einstieg in Softwareprojekte

Warum gute Softwareprojekte mit einer kurzen Discovery-Phase beginnen – und wie daraus ein belastbarer Festpreis und ein realistischer Zeitplan entstehen.

Heller Besprechungsraum mit langem Tisch, Stühlen und zwei leeren Whiteboards an der Wand

„Was kostet das?“ ist die erste Frage in fast jedem Softwareprojekt – und gleichzeitig die, die sich am Anfang am schlechtesten beantworten lässt. Ein seriöses Angebot setzt voraus, dass Anforderungen, Abhängigkeiten und Risiken verstanden sind. Genau das leistet eine Discovery-Phase: ein kurzer, klar begrenzter Projektabschnitt, bevor die eigentliche Umsetzung beginnt.

Das Problem mit Schätzungen nach dem Erstgespräch

Nach einem einstündigen Gespräch lässt sich ein Projekt grob einordnen. Für einen verbindlichen Preis reicht das selten. Wer trotzdem sofort einen Festpreis nennt, hat zwei Möglichkeiten: großzügige Puffer einrechnen oder auf Nachträge hoffen. Beides ist für Sie als Auftraggeber schlecht.

Die typischen Folgen kennen viele aus eigener Erfahrung:

  • Anforderungen werden erst während der Umsetzung vollständig sichtbar.
  • Schnittstellen zu bestehenden Systemen erweisen sich als aufwendiger als gedacht.
  • Budget und Zeitplan werden mehrfach angepasst, das Vertrauen leidet.

Was in einer Discovery-Phase passiert

Eine Discovery ist kein langes Konzeptpapier, sondern konzentrierte gemeinsame Arbeit über wenige Tage. Sie beantwortet drei Fragen:

  1. Was genau soll entstehen? Ziele, Nutzergruppen und Kernfunktionen werden gemeinsam geklärt – und ebenso bewusst, was zunächst nicht dazugehört.
  2. Wie wird es gebaut? Architektur, Technologien, Schnittstellen und Betrieb werden festgelegt, inklusive der bekannten Risiken.
  3. In welchen Schritten? Das Vorhaben wird in Phasen geschnitten. Die erste Phase liefert ein nutzbares Ergebnis (ein MVP), weitere Phasen bauen darauf auf.

Was am Ende auf dem Tisch liegt

Das Ergebnis einer Discovery sind Dokumente, mit denen Sie arbeiten können – auch unabhängig von uns:

ErgebnisWozu es dient
SpezifikationGemeinsames Verständnis davon, was gebaut wird
ArchitekturskizzeGrundlage für technische Entscheidungen und spätere Wartung
PhasenplanReihenfolge, Abhängigkeiten und erster nutzbarer Stand
Festpreisangebot je PhasePlanbares Budget mit klaren Abnahmekriterien

Damit wird aus einer groben Idee ein Vorhaben, das Sie intern vorstellen, budgetieren und freigeben können.

Warum ein bezahlter Einstieg fair ist

Eine Discovery kostet Geld – das irritiert manchmal, weil Angebote üblicherweise kostenlos sind. Der Unterschied liegt in der Tiefe: Ein kostenloses Angebot muss mit wenig Wissen auskommen und ist entsprechend ungenau. Eine Discovery erarbeitet das Wissen, das für einen belastbaren Preis nötig ist.

Damit Sie nicht doppelt zahlen, rechnen wir die Discovery zum Festpreis vollständig an, wenn Sie uns anschließend mit der Umsetzung beauftragen. Entscheiden Sie sich dagegen, gehören Ihnen die Ergebnisse trotzdem – und jeder andere Dienstleister kann darauf aufbauen.

Wie es nach der Discovery weitergeht

Mit dem Phasenplan beginnt die Umsetzung in überschaubaren Abschnitten. Jede Phase hat einen festen Umfang, einen festen Preis und Kriterien, an denen das Ergebnis abgenommen wird. Ändern sich Anforderungen unterwegs – was völlig normal ist –, wird die Änderung bewertet und erst nach Ihrer Freigabe umgesetzt.

So behalten Sie Budget und Zeitplan im Blick, ohne auf Flexibilität zu verzichten. Wie das im Einzelnen geregelt ist, beschreibt unser Vorgehen in IT-Projekten.

Für wen sich eine Discovery lohnt

Eine Discovery ist sinnvoll, sobald ein Vorhaben über eine einfache Website hinausgeht: bei individueller Unternehmenssoftware, Kunden- und Mitarbeiterportalen, Schnittstellen zu ERP- oder CRM-Systemen oder Web-Applikationen. Für eine einfache Unternehmenswebsite ist sie dagegen nicht nötig – dafür gibt es feste Website-Pakete.